Der Lauf der Dinge (2007)



 




In diesen Arbeiten fungieren Schläuche und tubuläre Strukturen als Metaphern für den Lauf der Dinge im Leben, da sie sowohl Konzepte der Kontinuität als auch der Fragilität verkörpern. ​Diese Objekte symbolisieren durch ihre Form und Funktion biologische Kreisläufe, wie z. B. das Gefäßsystem, und verweisen damit auf die fundamentale Abhängigkeit des Lebens von stetigem Fluss und Austausch. ​Die Vielseitigkeit der materiellen Beschaffenheit – flexibel, dehnbar oder unter Druck stehend – reflektiert dabei die Anpassungsfähigkeit und Verletzlichkeit der menschlichen Existenz gegenüber äußeren Einflüssen. Ich nutze die lineare Ausdehnung von Schläuchen zudem, um Zeitlinien und Schicksalspfade darzustellen, wobei Verknotungen oder Brüche im Material als lebensgeschichtliche Krisen oder Endpunkte interpretiert werden können. Somit wandelt sich das gewöhnliche Objekt im hiesigen Kontext zu einem Sinnbild für die Verbindung zwischen Anfang und Ende sowie die Dynamik des organischen Wachstums.